Lebst du schon, oder glaubst du noch?

Lebst du schon, oder …

Ingvar Kamprad, Begründer eines schwedischen Möbel- und Einrichtungshauses wurde vor kurzem 90. Jahre. Während im Radio eine Reportage über ihn läuft, fällt mir der Slogan ein, mit dem sein Unternehmen seit Jahren äußerst erfolgreich wirbt. Die Werbeformel suggeriert, dass es verschiedene Level des Lebens gibt. Und dieses Unternehmen hilft einem dabei, den Level des perfekten Lebens zu erreichen. Die Kunden kommen. Passt dieser Slogan übersetzt

in die Welt des Glaubens, so als Lockmittel für einen Gottesdienstbesuch morgen?

Lebst Du schon, oder glaubst Du noch? Kreativ werden in Glaubensangelegenheiten, die alten Texte mit Leben und Inhalt füllen. Genau das liegt an. In der Welt des Jahres 2016 mit all den schrecklichen Nachrichten über die unzähligen Flüchtlinge, die keiner mehr haben will, trotz Köln und Brüssel im Sinne des Glaubens handeln.

Gott will das Leid und Elend nicht, mit dem wir in den Nachrichten täglich konfrontiert werden. Und wenn wir uns empören können über all die schrecklichen Nachrichten, dann gibt es für uns auch den Bausatz des Glaubens, um gute Nachrichten entweder überhaupt zu sehen, oder selbst welche dagegen zu setzten.

Beispielsweise können wir den Flüchtlingen, die zu uns in den Landkreis Verden gespült worden sind, helfen, sich hier zu integrieren. Außerdem können wir den Menschen, die die Flüchtlinge stumpf als Eindringlinge in unsere Welt bezeichnen, widersprechen.

Oder, wir können, ohne viele Worte zu machen, einen Baum als Zeichen unserer Hoffnung auf eine gute Zukunft pflanzen. Am 17. April ist in Wittlohe wieder Pflanztag im St.-Jakobi-Wald.

Pastor Wilhelm Timme im April 2016