Kerzenarbeit in St.-Jakobi seit 1987

"Die Hände sind unser Werkzeug"

Es ist kaum zu glauben, dass solch wunderbare Kunstwerke ohne jegliches Werkzeug, nur mit den Händen, hergestellt werden können. Ins Leben gerufen wurden die handverzierten Taufkerzen von Elisabeth Gustävel     (  ⃰22.03.1916 † 6.01.2009). Anfänglich, das war im Jahre 1987, verzierte sie die Taufkerzen ganz alleine. Die Muster und Ornamente entwarf sie selber und ließ sich dabei von Kirchentüren und Zäunen inspirieren. Ihre Arbeit dokumentierte sie

fein säuberlich in einem Büchlein, das noch heute des Öfteren für Anregungen zur Hand genommen wird. Nachdem die Taufkerzen die Stückzahl von 50 pro Jahr erreicht hatten, schaffte Frau Gustävel die Arbeit nicht mehr allein. Immerhin benötigte sie für das Ausschmücken einer Kerze 6-8 Stunden. Damals war sie sehr froh, als sie Unterstützung von Irene Firley bekam. Im Jahre 1997 verstärkte auch noch Rosa Hellwinkel den kleinen Kreis.

Gustävel hütete die Kerzenarbeit wie ihren Augapfel und gab anfänglich das feine Ornamentieren nicht aus der Hand, sodass Rosa zuerst nur die "groben" Arbeiten machen durfte. Über Jahre hat sie sich das kunstvolle Handwerk aber perfekt angeeignet und ist heute die sympathische "Chefin" der Kerzendamen.

Irene Firley ist aus Altersgründen vor einigen Jahren ausgeschieden. Nach und nach hat sich das Team mit Lore Bittermann, Lona Klaws, Marianne Sprenger und Rosi Matthis verstärkt. Gemeinsam verschnörkeln sie mindestens 30 Taufkerzen im Jahr. Zusätzlich gestalten sie noch 5-10 Kerzen für die Jubilarinnen aus dem Seniorenkreis, zum 85. Geburtstag. Auch wenn sie sich wöchentlich treffen, darf man nicht außer Acht lassen, dass ihre Arbeit sehr filigran und fast schon mühsam ist. Es werden mindestens drei Abende benötigt, bis eine Kerze fertig ist. Trotz alledem steht für "unsere Kerzenfrauen" nicht die Arbeit, sondern die Gemeinschaft im Vordergrund.

Im Jahre 2012