Rotes Paket am 1. Advent 2012 auf Reisen geschickt

Die Adventszeit ist eine Zeit der Vorbereitung, eine Zeit des Hingehens auf Weihnachten. Um sich darauf einzustimmen, waren viele Eltern mit ihren Kindern der Einladung zur lebendigen Familienkirche gefolgt.

Eine kleine Umfrage unter den Gottesdienstbesuchern ergab, dass die Adventszeit voller schöner Rituale ist, die Groß und Klein guttun. Natürlich gehören auch Geschenke

dazu, weil schenken heißt, an jemanden denken! Dieses nahm Diakonin Insa Heimsoth mit ihrem Team im heutigen Gottesdienst zum Anlass, an Menschen in unserer Gemeinde zu denken, die einsam und traurig sind. In einem roten Paket soll Licht und Freude verschenkt werden. Gemeinsam wurden drei rote Pakete verpackt in denen eine Kerze, eine Geschichte sowie eine Gebrauchsanleitung hinein kamen. Damit das Licht in der Adventszeit noch anderen Menschen Freude machen kann, wäre es wünschenswert, wenn das Paket nach einigen Tagen weiterverschenkt wird. Jedoch spätestens am 24. Dezember soll das Licht wieder in der Kirche ankommen und darf dann am Heilig Abend im Gottesdienst leuchten. Darauf warten jetzt alle gespannt … 

Mit der Adventszeit beginnt besonders für Kinder, das lange Warten auf Weihnachten! In einem Dialog wurde recht deutlich dargestellt, das uns auch im Alltag immer wieder ungezählte Wartezeiten zugemutet werden.

Weil Familienkirche ein Gottesdienst zum Mitmachen ist, wurden in der kreativen Phase vielfältige Möglichkeiten rund ums Warten angeboten. Die Kinder durften sich ihren eigenen Wartestab schnitzen oder das Warten mit einem Geduldsspiel üben. Für „Naschkatzen“ gab es süße Warteschlagen, sogar musikalische Warteschleifen waren zu hören. Wartende durften neben dem reservierten Stuhl für Jesus Platz nehmen und sich von folgenden wunderschönen Gedanken inspirieren lassen:

advent

der kahle strauch die spur im schnee
das wunderblatt im grünen klee
sie deuten an, sie deuten an
dass doch noch etwas kommen kann

die stille nacht das liebespaar
das mädchen mit dem stroh im haar
sie deuten an, sie deuten an
dass doch noch etwas kommen kann

der mann der träumt die schwangere frau
die dürre zeit der morgentau
sie deuten an, sie deuten an
dass doch noch etwas kommen kann

– Wilhelm Willms –