Küsterin beim Tauferinnerungsgottesdienst verabschiedet

Amalia Bechthold als Küsterin im Tauferinnerungsgottesdienst verabschiedet

„Ob sich ein Weg lohnt, erkennst du erst, wenn du losgegangen bist“. Mit diesem Spruch hatte der Kirchenvorsteher Wilhelm Manke vor vier Jahren zum zehnjährigen Dienstjubiläum die vielfältige Arbeit von Amalia Bechthold als Küsterin unserer Kirchengemeinde gewürdigt.

Jetzt wurde sie beim Familiengottesdienst feierlich in den Ruhestand verabschiedet.

Die Arbeit als Küsterin beinhaltet viele Tätigkeiten. „Alle heute aufzuzählen, das würde zu lange dauern“, so Manke. Sie sei mit Abstand diejenige, die in den vergangenen 14 Jahren am häufigsten in der Kirche anzutreffen gewesen sei. Kein Pastor, keine Pastorin und kein Kirchenvorsteher konnten vergleichbare Zeiten vorweisen. Unzählige Gottesdienstbesucher - Frauen und Männer, ältere und jüngere - kreuzten ihren Weg, wenn sie in die Kirche kamen und wenn sie wieder hinausgingen. Wahrscheinlich kannst du die treusten Gottesdienstbesucher von hinten erkennen, wenn sie in der Bank sitzen, und kennst mehr Gewohnheiten von uns, als einen bewusst ist“, so Manke humorvoll.

Er dankte der Küsterin für die stets zuverlässige und sorgfältige Arbeit. Selbstständig und eigenverantwortlich haben sie dafür gesorgt, dass die Kirche, das Gemeindehaus und das Kapitelhaus in Ordnung und für das jeweilige Fest vorbereitet war. Alle seien dankbar, so Manke weiter, dass sie bei Wind und Wetter, Sonnenschein, Regen und Glatteis - meistens mit dem Fahrrad - nach Wittlohe gefahren sei, um ihre Arbeit als Küsterin zu erledigen: „Ich hoffe, du kannst im Rückblick sagen, dass sich der Weg, den du in den 14 Jahren von Otersen nach Wittlohe und zurückgefahren bist, gelohnt hat.“ - Für die St.-Jakobi-Gemeinde habe es sich auf jeden Fall gelohnt. Auch Pastor Wilhelm Timme würdigte das Engagement von Amalia Bechthold, die jetzt von allen Pflichten als Küsterin entbunden sei.

Den würdigen Rahmen der Verabschiedung bildete der Tauferinnerungsgottesdienst. Die Küsterin i. R. wurde gebeten, sich unter einen Stab mit elf Bändern zu stellen. Je eines dieser Bänder war für die elf Kinder, die vor sechs Jahren getauft worden waren. Ein gemeinsam mit den Paten oder einem Elternteil gesungenes Lied berührte Amalia Bechthold sehr.

Am 1. Juni tritt Natalia Tschobur aus Armsen ihren Dienst als Küsterin an, teilte der Kirchenvorstand noch mit.

26. Mai 2013