Nun geht sie so ganz – unsere Diakonin Insa Heimsoth

„Musikalisches Highlight mit Gänsehautgefühl“

Eine kleine Ära geht zu Ende: Das ist wohl nicht übertrieben, schließlich hat Diakonin Insa Heimsoth das Leben in unserer Kirchengemeinde Wittlohe 13 Jahre lang entscheidend mitgeprägt. Dennoch war es ein Abschied auf Raten, der bereits vor vier Jahren begann, als ihre Tätigkeit auf eine viertel Anstellung reduziert wurde. Nun locken für sie neue Herausforderungen im Kirchenkreis Leine/Solling.

In den vergangenen Jahren lag ihr Schwerpunkt auf der Arbeit mit Kindern. Aus diesem Grund

bot der Gottesdienst, in dem drei Kinder getauft wurden, genau den richtigen Rahmen für ihre Verabschiedung. Der Jakobichor, dessen Urheberin Insa Heimsoth ist, sowie der Posaunenchor ließen es sich nicht nehmen an diesem Tag musikalisch mitzuwirken. Einen Teil der Kirchenlieder begleitete sogar die Vollblutmusikerin mit ihrer Gitarre selber. 

„Das einzig Beständige ist der Wandel“, brachte es Wilhelm Manke vom Kirchenvorstand auf den Punkt und ließ die gemeinsamen Jahre Revue passieren. 

Eine intensive und freundschaftliche Beziehung verband die Diakonin mit dem Team der Familienkirche. Sie hatten ein großes Tuch mitgebracht auf dem Insa als „Glitzerfisch klebte“. Daran machte Bettina Spöring sehr lebhaft deutlich: „Insa ist unser Leitfisch gewesen und wir sind mit ihr geschwommen. Danke, das du deine Glitzerschuppen mit uns geteilt hast“.

Ihren persönlichen Dank überbrachte Anke Döding, die ehemalige Pastorin der Kirchengemeinde. Gerne dachte sie an die damalige gute Zusammenarbeit zurück und schwelgte in alten Erinnerungen. „Nun fliegst du wie ein Ballon davon bis nach Uslar und kannst deine Arbeit mit deiner großen Leidenschaft die Musik verbinden“, betonte Döding. Pastor Timme bezeichnete Insa als ein „musikalisches Highlight mit Gänsehautgefühl“, das er in Zukunft ganz besonders vermissen werde. 

Gerührt von den vielen guten Worten und Wünschen ging ein ganz spezieller Dank der Diakonin zurück an ihre Eltern: „Danke, dass sie mir Wurzeln gaben und jetzt auch Flügel“. Beim anschließenden Kirchencafé nutzen viele Gemeindeglieder die Chance, sich bei ihr persönlich mit einem Händedruck, einer Umarmung oder sogar einem Geschenk zu verabschieden.

11. August 2013