Um sechs bei Jakob im Februar 2013

Maskenball oder Maskenfall

In der Faschingszeit tragen viele Menschen Masken, weil es Spaß macht und zum Feiern dazugehört. Warum Menschen sich auch im Alltag gerne mal hinter einer imaginären Maske verstecken und nicht ihr wahres Gesicht zeigen, um diese Frage ging es bei »Um sechs bei Jakob«. Hierfür hatte das Ago-Team zusammen mit Konfirmanden ein ungewöhnliches Programm vorbereitet.

 

Zum Auftakt ging es erstmal musikalischEinmal um die ganze Welt …“!  Zur Einstimmung passte die Musik perfekt, weil Cro der Interpret bei öffentlichen Auftritten immer eine Maske trägt. „Diese Maske hat Cro sich ganz bewusst ausgewählt, um damit sein Privatleben zu schützen“, erklärte Konfirmand Moritz. Vanessa las ihre persönlichen Gedanken zu diesem Thema vor und rief dazu auf, dass alle Menschen ihre Masken fallen lassen sollen, weil man sich sonst wie auf einen Maskenball vorkommt.

Pastor Timme gab in seiner Ansprache zu bedenken, das Masken nicht immer einen bösen oder hinterhältigen Grund, wie bei Rotkäppchen und der Wolf haben. „Manchmal legen sich Menschen auch Masken an, um nach einem Weg zu suchen das Böse zu besiegen, so wie bei Jakob der Lügner!“ In einem jüdischen Ghetto nutzte Jakob die Hoffnung spendende Kraft der Lüge, um seinen Leidensgenossen Hoffnung und Mut zum Überleben zu geben.

Im Mittelpunkt einer Spielszene, die von den Konfirmanden vorgetragen wurde, stand eine Maskenverkäuferin, gespielt von Lea. Die erste Kundin war Vanessa, sie benötigte eine Maske für den Besuch einer ungeliebten Tante, mit der sie sich gut stellen wollte. Moritz wollte eine Maske für ein Vorstellungsgespräch, um selbstbewusst zu erscheinen. Der schüchterner Calvin, der ein Mädchen ins Kino einladen wollte, bekam vom Verkäufer eine besondere Maske, die bei Mädchen immer gut ankommt. Wilhelm Timme musste auf eine Beerdigung, seine Maske sollte Trauer vorspielen.   

Jeder von uns trägt auf irgendeine Art und Weise eine Maske, sei es um jemanden zu beeindrucken oder seine wahren Gefühle zu verstecken. Vor Gott müsse man sich allerdings hinter keiner Maske verstecken, da er jederzeit durch sie hindurchschauen kann. Diese Gewissheit solle Mut und Kraft geben, so zu sein, wie wir sind, um unsere Masken fallen zu lassen - so die Botschaft.      

Musikalische Unterstützung gab es von Merle Reihe, Patric Pappenberg und Karin Kuessner, die mit ihrer Gitarre die peppigen Lieder begleitete. Zum Abschluss des sehr gut besuchten Abendgottesdienstes gab es noch reichlich Gelegenheit zum Austausch bei Salzstangen und Punsch.  

 13. Februar 2013