KV-Klausur 2015 in Hermannsburg

„Das können wir ja in Hermannsburg besprechen“

Wenn der Zeiger in den Kirchenvorstandssitzungen in den letzten Monaten immer näher an 23.00 Uhr rückte, hörten wir oft den Satz: „Diesen Tagesordnungspunkt verschieben wir auf Januar. Dann nehmen wir uns richtig viel Zeit.“ Der Zeitfaktor spielt

in jeder KV-Sitzung eine große Rolle und sitzt uns ständig im Nacken. Also ist es gut, wenn wir uns gemeinsam einmal im Jahr aufmachen, um im Rahmen einer Klausur Themen zu besprechen, die eines ausführlichen Gedankenaustausches bedürfen. Nachdem wir die kirchlichen Häuser in Bad Bederkesa und Hannover bereits kennen, ging es am 23./24. Januar 2015, zur Einkehr in das „Ludwig-Harms-Haus“ nach Hermannsburg.

Zur Einstimmung der Klausur befassten wir uns mit unserer „Halbzeit“. Knapp drei Jahre ist der aktuelle Kirchenvorstand im Amt und weitere drei Jahre liegen vor uns. Wo stehen wir? Welche Feststellungen haben wir in der Vergangenheit in unserem Ehrenamt gemacht? Was hat uns ernüchtert? Was belastet uns? Was macht uns Freude? Wie geht es weiter? Viel zu oft ist der Abend der KV-Sitzungen so mit sachlichen Themen ausgefüllt, dass für diese Fragen kein Raum ist. Dennoch ist es so wichtig, von dem Anderen und dessen Befinden zu hören. Ein bunter und reger Austausch der neun Personen zeigte dies eindrücklich. Bei guter Stimmung wurde der Abend anschließend in fröhlicher und geselliger Runde beendet.

Den eigentlichen Klausurtag leitete eine Bibelarbeit ein. Pastor Timme wählte dazu die Bibelstelle Matthäus 13, 44 – 46. In drei Gruppen befassten wir uns im weiteren Sinne mit dem Gleichnis von dem Schatz im Acker und der kostbaren Perle. Wir konnten am Ende der Einkehr feststellen, dass es bereichert, uns nicht nur mit sachlichen Fragen der Kirchengemeinde auseinanderzusetzen, sondern auch mit den Fragen unseres Glaubens.

Tagesordnungspunkte, die wir auf die Klausur verschoben hatten und von einer Organisationsgruppe fabelhaft vorbereitet wurden, standen nun für den Rest des Tages auf dem Programm:

Wie konkretisieren wir das Kapitelhausprojekt?

Was wollen wir ausstellen?

Wie gelingt uns eine ansprechende Darstellung?

Können wir die Idee einer Taufecke in der St.-Jakobi-Kirche verwirklichen?

Wenn ja, wie könnte das aussehen?

Wir stellen fest, dass die Besucherzahlen in den Kapellen der Dörfer zurückgehen. Welche Schlüsse können wir daraus ziehen?

Wie gelingt es uns, Ehrenamtliche zu gewinnen, die sich in unserer  Kirchengemeinde engagieren möchten?

Fragen, Ideen, Anregungen gibt es genug. Die Arbeit in den nächsten drei Jahren ist also gesichert und der Gedanke an eine nächste KV-Klausur ebenfalls. Spätestens ab August 2015 werden wir vermutlich den Satz: „Das können wir dann ja in Hildesheim besprechen.“ in den späten Abendstunden unserer KV-Sitzungen hören.