Walsroder Bläserkreis glänzt in der St.-Jakobi-Kirche

Weit über hundert Besucher waren dem Klang der Kirchenglocken gefolgt, um ein paar Schritte in Richtung Weihnachtsfest zu gehen. Anlass war ein adventlich geprägtes Konzertprogramm des Walsroder Bläserkreises, das durch den Organisten Hansjürgen Wiehe verstärkt wurde. Was Anfang Dezember bereits in einer Walsroder Kirche erklang, konnten nun auch die Zuhörer in Wittlohe genießen.

Reine Posaunenmusik, Solostücke auf der Orgel sowie traditionelle Weihnachtslieder zum Mitsingen ergaben in ihrem Wechsel eine gelungene Mischung.

Unter der leidenschaftlichen Leitung und kurzweiligen Moderation von Landesposaunenwart Lennart Rübke servierten die Blechbläser den Gästen stolz klingende Instrumente. Warme Bläserklänge von sechs Trompeten, sechs Posaunen, und eine Tuba erfüllten das Kirchenschiff der St.-Jakobi-Kirche. Zu hören waren unter anderem Werke von Händel, Pachelbel und Gallus. Den Akteuren gelang es, das Publikum gebannt an die Töne der Musik zu fesseln, die sowohl zart und melodisch als auch rhythmisch und kraftvoll erklangen.

Bei der musikalischen Eröffnung mit Johann Melchior Molters „Pastorale" lauschten die Freunde zarter barocker Töne dem Wohlklang der Blasinstrumente und tauchten in die besinnliche Stimmung ein.

Das von Christian Sprengers klassisch-zeitgenössisches "Böhmisches Wintermärchen" wurde ergreifend schön intoniert. Bei der elfstimmigen Bearbeitung des bekannten Kanons von Johann Pachelbel entwickelte sich der Klang von der Solotrompete nach und nach bis zum volltönenden Chorklang - geradezu weihnachtlich.

Einen besonderen Höhepunkt bildete die Interpretation von "Tochter Zion". Die Musiker präsentierten das Werk von Anne Weckeßer im Wechsel und gemeinsam mit Hansjürgen Wiehe an der Orgel und sorgten stimmengewaltig für die gewünschte weihnachtliche Atmosphäre.

Es waren die ganz ruhigen Töne zu hören, als der Bläserkreis sich mit dem Weihnachts-Wiegenlied von John Rutter verabschieden wollte. Das Publikum war aber anderer Meinung, ohne Zugabe ließen sie die Tonkünstler nicht nach Hause.

Einleitend sagte  Kirchenvorsteherin Jutta Bönsch schon bei der Begrüßung, dass das Konzert ein vorgezogenes Stück vom Weihnachtsfest sei. Sie behielt Recht und so genossen alle Beteiligten am Ende dieses musikalischen Abends noch einen kräftigen Beifallswirbel. Ein gelungener Abend mit einem musikalisch glänzenden Ensemble. 19. Dezember 2015