Klamottenkiste wurde am 4. Juni 2016 eröffnet

„Kleidung ist auch ein Ausdruck der Würde des Menschen. Daher freue ich mich darüber, dass bei uns im kleinen Wittlohe die Klamottenkiste öffnet und damit einen Beitrag dazu leistet“, äußert dich Pastor Wilhelm Timme von der Jakobi-Kirchengemeinde Wittlohe in einer kurzen Andacht stolz über die Einweihung des „etwas andren Bekleidungshauses“.

Begrüßt wurden die zahlreichen Gäste von Jutta Bönsch im Namen des Diakonieausschusses. Sie dankte dem Kreis der engagierten Helfer für die Unterstützung. „Fleißige Bienen“ hätten im Vorfeld in vielen Stunden das umfangreiche Sortiment sortiert und für den Eröffnungstag zusammengestellt.

Viele Menschen betrachten Kleidung oftmals als Wegwerfware, so Bönsch. Das gehe zulasten der Umwelt und der Gesundheit, denn die Produktion von Bekleidung sei oft mit giftigen Chemikalien verbunden. Auch müsse gebrauchte, aber gut erhaltene Garderobe nicht weggeworfen werfen, nur weil sich der persönliche Geschmack geändert habe oder aber Abwechslung im Kleiderschrank gewünscht werde. Neben der Wiederverwertung gebrauchter Ware gehe es auch darum, Menschen mit kleinem Geldbeutel gute Einkaufsmöglichkeiten zu schaffen, erläuterte Bönsch.

Besonderer Wert werde daher darauf gelegt, dass das Angebot gepflegt, modisch und einwandfrei sei. In dem Lädchen solle aber nicht nur günstig Kleidung angeboten werden, sondern es solle auch ein Ort für Gespräche zwischen den Bürgern sein.  So könne die Klamottenkiste vielleicht ein weiterer Mosaikstein für ein gutes Miteinander in der Kirchengemeinde werden.

Abschließend wies Bönsch darauf hin, dass die Kleidung gegen einen freiwilligen Obolus abgegeben werde, jeder könne spenden, soviel ihm möglich sei. Damit das Projekt regelmäßig fortgeführt werden könne, sei man ständig auf saubere und gut erhaltene Kleiderspenden angewiesen. Wünschenswert sei es, wenn die Kleidung zu den Öffnungszeiten abgegeben werde: Jeden ersten Sonnabend im Monat sei von 10 bis 13 Uhr geöffnet.

Bevor Jutta Bönsch erstmals die Tür für eine Besichtigung öffnete, lobten Bürgermeister Wolfgang Rodewald und Friedel Koch als Vertreter der Ortsvorsteher der zur Kirchengemeinde zählenden Ortschaften das Engagement für die Einrichtung. Harald Röttjer  4. Juni 2016