St.-Jakobi-Kirche zu Wittlohe

Jedes Jahr in der Zeit vom 1. Mai bis zum 3. Oktober öffnen wir unsere Kirchentür von 9.00 – 18.00 Uhr. Gäste sind in dieser Zeit zum Verweilen und Besichtigen herzlich eingeladen. Nehmen Sie sich Zeit zum Schauen, zum Nachdenken und zur Andacht.

Treten Sie ein, in unsere schöne St. Jakobi-Kirche!

Unsere Kirche wurde in den Jahren 1893 bis 1894 auf dem geräumten Platz der alten Hofstelle von Tietje erbaut. Am 12. August 1894 fand die Einweihung statt. Zu diesem Zeitpunkt standen zwei Kirchen in Wittlohe. 1908 wurde das alte Kirchenschiff abgerissen. Der alte Kirchturm blieb jedoch bis 1928 bestehen. An der Stelle des alten Turmes liegt heute ein Findling mit der Inschrift: „Hier stand unsere alte Kirche – etwa 1320 bis 1928“. Da die alte Glocke 1942 für Rüstungszwecke beschlagnahmt worden war, fand 1954 die Einweihung von drei neuen Glocken statt. 

 1985 wurde unsere Kirche, mit sehr viel Eigenarbeit umfassend von außen und innen renoviert. Die Orgel wurde im Jahre 1994 renoviert.

Im Jahre 2003 wurde der Originalzustand des  Altars aus dem Jahre 1894 wieder hergestellt.

Zuvor wurde der Altar durch das Gemälde der Kreuzigungsdarstellung von Hedwig Müffelmann (geb. 9.3.1855 in Otersen) geprägt. Dieses Gemälde hängt seitdem rechts im Altarraum. Es zeigt nicht einen gequälten, sondern einen schon fast triumphierenden, erlösten Christus: Sein Gesicht ist gen Himmel gerichtet und erleuchtet. Nach der Restauration im Jahre 2003 erstrahlt das Gemälde sowie der Altar wieder im vollen Glanz.

Die Kanzel entspricht im Stil dem Altar, die gewundene Treppe ziert ein neugotisches Türmchen. An der Kanzel sind vier Evangelisten mit ihren Symbolfiguren zu sehen: Matthäus mit dem Engel, Markus mit dem Löwen, Lukas mit dem Stier und Johannes mit dem Adler.

An der Stirnseite der Empore sind von oben links bis nach oben rechts Wandmalereien, die die Heilsgeschichte Gottes mit Jesus Christus aufzeichnen: Der Davidsstern symbolisiert die Erwählung Israels und Jesu Herkunft. Darunter ist die Krippe, das Abendmahl, die Kreuzigung. Weiter geht es auf der rechten Seite unten: Die weggeschobene Grabplatte versinnbildlicht die Auferstehung Christi. In der Mitte dann die Himmelfahrt und oben die Darstellung des Pfingstfestes mit den Feuerzungen und der Taube, dem Symbol des Heiligen Geistes.

Das große Südfenster enthält die Darstellung des Pelikans. Laut der Legende opfert die Pelikanmutter ihr eigenes Fleisch, um ihre Jungen zu retten und ist damit ein Sinnbild für den Opfertod Christi.

Auf der westlichen Empore unter dem Turm ist die Orgel untergebracht. Sie wurde gebaut von der Firma Furtwängler und Hammer. In Gehäuse und Prospekt ist sie im neugotischen Stil gehalten.

So ergibt die St. Jakobi Kirche Wittlohe in ihrer äußeren und inneren Gestaltung ein Bild vollkommener stilistischer Harmonie.

Im Kircheninneren rechts vom Eingang hängen die Porträts der Pastoren, die seit 1894 in der neuen Kirche die Geschicke der Wittloher Kirchengemeinde geleitet haben. Seit 2011 ist der Pastor Wilhelm Timme im Wittloher Dienst.

Auf der linken Seite sind Fotos, die die alte und neue Kirche zeigen (siehe alte Fotos Wittlohe). Ein Foto zeigt die neue Kirche mit dem alten Turm. Ferner wird ein Porträt der Malerin der Kreuzigungsdarstellung, Hedwig Müffelmann gezeigt.

In den Jahren 1990 – 2005 hatte die Kirchengemeinde Wittlohe eine Partnerschaft mit der St. Tychon Gemeinde in Klinn/Russland (ca. 100 km von Moskau entfernt) und hat mit Rat und Tat viel zum Wiederaufbau des dortigen Kirchwesens beigetragen. Aus Dankbarkeit schenkte die St. Tychon Gemeinde der Wittloher Kirche die beiden Kronleuchter. Auch die beiden Ikonen an der Wand unter der linken Empore (Blickrichtung Altar) sind ein Geschenk. Sie stellen die beiden Schutzheiligen der Kirchengemeinde dar: St. Tychon und St. Jakobus.

Seit 1997 unterhält die Kirchengemeinde eine weitere Partnerschaft mit der Kirchengemeinde Nqutu in Südafrika. Auch davon finden sich sichtbare Spuren vorne im Turmraum und im Gemeindehaus der Kirchengemeinde.

 Außenansicht der St.-Jakobi-Kirche zu Wittlohe