Jakobichor erinnert sich an unvergessliche Pilgertour

Wir, der Jakobichor trafen uns direkt vor unserer St.-Jakobi-Kirche. Mit dem Kanon »Wechselnde Pfade, Schatten und Licht, alles ist Gnade, fürchte dich nicht!« zogen wir los -  durch Wittlohe, dann in die Natur. Ein reger Gedankenaustausch, bestes Wanderwetter waren unsere Wegbegleiter. Eine kleine Brücke  lud uns ein, die Vethe zu überqueren. Am anderen Ufer

der erste Halt. Das war uns ein Lied wert: »Himmel, Erde, Luft und Meer zeugen von des Schöpfers Ehr, meine Seele singe du, bring auch jetzt dein Lob herzu«. Mit einer Jakobsmuschel in der Hand gingen wir schweigend weiter. Den eigenen Gedanken Raum geben und den Raum um sich wahrnehmen, die sanft geschwungene Landschaft, das dunkle Grün des Waldes, das Licht des Tages, Vogelgezwitscher.... An der nächsten Wegmarke dann wieder unser Kanon.

Wo geht es lang, ist das der richtige Weg? Der Weg war richtig. Baumfällarbeiten haben die Landschaft verändert und wir waren uns plötzlich nicht mehr ganz sicher. Dann  war er da, unser Platz: Ein grob gezimmerter Tisch mit weißer Leinendecke, frisches Brot aus dem Dorfladen, Adelheids köstliche Kräuterbutter und kühles Wasser luden zum Verweilen ein. Als Tafelmusik sang eine Nachtigall.

Brauchten wir in diesem Moment mehr? Nach dem Kanon »Abendstille überall« zogen wir weiter. Am Waldesrand angekommen lachte uns von Ferne schon St.-Jakobis Kirchturm.

20. Juli 2015