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<rss version="2.0"><channel><title>Berichte: Berichte</title><link>https://www.kirchengemeinde-wittlohe.de/news/chronik/?d=7</link><description>Berichte: Berichte</description><language>de</language><item><title>Das ehemalige Altarbild</title><link>https://www.kirchengemeinde-wittlohe.de/news/chronik/das-ehemalige-altarbild-r119/</link><description><![CDATA[
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#333333;"><span style="font-size:large;"><strong><a href="images/Altar%20mit%20Bild.jpg" rel=""><img border="0" width="153" height="215" style="float:right;margin:6px;" alt="Altar%20mit%20Bild.jpg" data-src="/uploads/news/images/Altar%20mit%20Bild.jpg" src="https://www.kirchengemeinde-wittlohe.de/applications/core/interface/js/spacer.png" /></a>Hedwig M</strong></span><span style="font-size:large;"><strong>üffelm</strong></span><span style="font-size:large;"><strong>ann – eine Künstlerin aus Otersen</strong></span></span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:medium;"><a href="images/Altar%20mit%20Bild.jpg" rel=""></a><span style="font-size:small;">In unserer Kirche hängt ein Gemälde, das in besonderer Verbindung zu unserer Gemeinde steht. Bevor der Originalzustand des Altars aus dem Jahre 1894 wieder hergestellt wurde, prägte ein Gemälde von Hedwig Müffelmann viele Jahre den Altar. <strong>Seit 2003 hängt das ehemalige Altarbild rechts im Altarraum.</strong></span></span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Das Bildnis zeigt den gekreuzigten Christus, umgeben von Maria sowie den Jüngern Johannes, Jakobus und Petrus, und ist in der für die Entstehungszeit typisch romanisch-naiven Stilrichtung der Nazarener gemalt, die dem religiösen Empfinden und der Frömmigkeit der damaligen Zeit entspricht.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;"><strong>Das Besondere dieses Bildes besteht darin, dass es erstens von einer Frau, die zweitens aus Otersen stammte, gemalt wurde</strong>. Das ehemalige Altarbild, das im Jahre 1895 entstand, hat einen klaren biografischen Bezug:</span></p>
<br /><br /><p style="text-align:justify;"> </p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Hedwig Müffelmann schrieb dem damaligen Pastor August Groschupf, dass sie das Bild der Gemeinde als eine Art Wiedergutmachung für eine Verfehlung ihres Vaters schenken wollte, die ihre ganze Familie sehr belastet hatte.</span><span style="line-height:1.3em;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Ihr Vater Christoph Friedrich Müffelmann war Schullehrer in Otersen gewesen und hatte später als Sekretär in Verden gearbeitet. Hedwig wollte den letzten Eindruck, den er in der Gemeinde hinterlassen hatte, einen „allerletzten hinzufügen – welcher schöner erquicklicher, heiliger Art ist“ <em>(Brief vom 26. 9. 1894).</em></span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;"><a href="images/Hedwig%20Muffelmann.jpg" rel=""><img border="0" width="200" height="216" style="float:left;margin-left:8px;margin-right:8px;" alt="Hedwig%20Muffelmann.jpg" data-src="/uploads/news/images/Hedwig%20Muffelmann.jpg" src="https://www.kirchengemeinde-wittlohe.de/applications/core/interface/js/spacer.png" /></a>Als Familie Müffelmann Otersen verlassen musste, war Hedwig selber etwa 18 Jahre alt. In ihrer Autobiografie <strong>„Aufwärts“</strong> beschreibt sie liebevoll den Ort ihrer Kindheit mit seinen Höfen und Wegen. Als Fünfte von insgesamt acht Geschwistern wurde sie am 9. März 1855 geboren. An eine weiterführende Ausbildung wäre für sie als mittellose Lehrerstochter zur damaligen Zeit gar nicht zu denken gewesen, wenn nicht Pastor Möhlenbrock ihre Begabung erkannt, sie privat unterrichtet und dafür gesorgt hätte, dass sie aufs Lyzeum und von dort aufs Lehrerinnenseminar nach Hannover gehen konnte.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Mit Begeisterung nahm Hedwig diese Möglichkeit wahr. Das Unterrichten von Kindern wurde ihr Lebensinhalt zu einer Zeit, als es für Frauen noch sehr ungewöhnlich war, einen Beruf auszuüben und ohne männliche Unterstützung durchs Leben zu gehen – denn <strong>die Ehe war Lehrerinnen damals noch untersagt</strong> (eine Bestimmung, die übrigens erst 1950 offiziell aufgehoben wurde).</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Hedwig Müffelmann entwickelte sich zu einer sehr eigenständigen und auch eigenwilligen Persönlichkeit.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Aufgeschlossen für andere Menschen und Kulturen unternahm sie Reisen ins Ausland, u.a. nach Ungarn und Großbritannien. Sie war theologisch wie naturwissenschaftlich interessiert. Mit Leidenschaft verfolgte sie den damals in Bremen entbrannten Streit zwischen konservativer und liberaler Theologie und schrieb biologische Abhandlungen in der <strong>Zeitschrift „Kosmos"</strong>.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Inzwischen lebte und arbeitete Hedwig in <strong>Herford</strong>. Ihr Privatleben wurde dadurch bestimmt, dass sie nach dem Tod ihres Vaters 1895, ihre Mutter zu sich nahm und außerdem die drei Söhne ihrer verstorbenen Schwester großzog.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Beruflich machte die engagierte Frau Karriere. Sie wurde erste Direktorin des dortigen <strong>Königin-Mathilde-Gymnasiums</strong>. Ihr ist es zu verdanken, dass aus der damaligen noch privaten höheren Töchterschule eine städtische höhere Mädchenschule wurde, wodurch auch Töchter mittelloser Eltern die Möglichkeit erhielten, eine bessere Ausbildung zu bekommen, als das damals für Mädchen die Regel war.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">In den Quellen der Stadt wird sie als <strong>Reformerin des Mädchenschulwesens</strong> in Herford bezeichnet, die durch ihre Fähigkeiten die Probleme der Frauen dieser Zeit zum Positiven wendete. Ein besonderes Anliegen war ihr immer wieder, dass dem „einfachen Volk“ der Weg zur Bildung geöffnet wurde und die Erkenntnisse der Forschung in verständlicher Weise jedem nahegebracht werden konnten.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Auch politisch interessiert findet man in den Herforder Zeitschriften kaum ein Thema, zu dem Hedwig nicht öffentlich und bestimmt Stellung bezogen hat. Ganz offensichtlich war sie eine gebildete, selbstständige und couragierte Frau.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Außerdem war Hedwig auch künstlerisch begabt. Von ihr sind Theaterstücke erhalten, die sie – natürlich immer mit pädagogischer Ausrichtung – selbst geschrieben hat. Sowie viele verschiedene Gedichte. Auch Zeichnungen sind von ihr erhalten, und in manchem Haushalt in Otersen findet sich noch das ein oder andere Bild, das von ihr gemalt wurde.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Ihre Begabung und ihr Schwerpunkt lagen dabei wohl mehr auf der Portrait- als auf der Landschaftsmalerei. Sie hatte das Glück, durch Stipendien gefördert zu werden, die sie nach Paris und Brüssel führten. Im Brüssler Museum des Anciens fand sie auch eine Golgathaszene, die sei als Vorlage für das Wittloher Altarbild benutzte.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Trotz des neugotischen Kirchenbaues wollte sie keinen „mittelalterlichen“, d.h. leidenden Christus malen, da dies „einer Gemeinde von schlichten Landbewohnern“ nicht zuzumuten sei. Stattdessen ziehe sie dem ein „wohltuendes, schönes Christusbild“ vor. Sowohl der biografische Bezug des Bildes in Hinblick auf die Schuld ihres Vaters als auch ihr künstlerisches Urteil, das den gekreuzigten schon von seiner Auferstehung her wahrnimmt, wird auch deutlich in Hedwigs Gedicht <strong>„Der Opfertod Jesu“,</strong> das in zeitlicher Nähe zum Altarbild entstanden sein dürfte.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Nach ihrer frühen Pensionierung im Jahre 1906 widmete Hedwig sich vor allem der Sternkunde, hielt Vorträge zum Thema und verfasste ein Buch mit dem Namen „<strong>Die Astronomie und die Bibel</strong>“.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Sie reiste viel umher – oft nur mit einem Rucksack als Gepäck. Als sie in der Zeit des ersten Weltkrieges zur Schulvertretung nach Otersen kam, beeindruckte die große alte Frau ihre Schüler mit einem bemalten Regenschirm, anhand dessen sie ihnen das Weltall erklärte.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;"><strong>Den Ruhestand verbrachte Hedwig Müffelmann in Bad Godesberg, Otersen und Hermannsburg und starb schließlich im Alter von 88 Jahren am 16. Juni 1943 in Göttinger Feierabendhaus.</strong></span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;"><strong> </strong></span></p>
]]></description><guid isPermaLink="false">119</guid><pubDate>Wed, 07 Nov 2012 18:10:17 +0000</pubDate></item><item><title>Das Kapitelhaus</title><link>https://www.kirchengemeinde-wittlohe.de/news/chronik/das-kapitelhaus-r118/</link><description><![CDATA[
<p><span style="color:#006600;font-size:large;"><strong><em><a href="images/Vorstand/03_Nordansicht%20Capitelhaus%20Wittlohe.jpg" rel=""><img border="0" width="281" height="209" style="float:right;margin:6px;" alt="03_Nordansicht%20Capitelhaus%20Wittlohe.jpg" data-src="/uploads/news/images/Vorstand/03_Nordansicht%20Capitelhaus%20Wittlohe.jpg" src="https://www.kirchengemeinde-wittlohe.de/applications/core/interface/js/spacer.png" /></a><span style="color:#333333;">Das Kapitelhaus ist das älteste profane Gebäude im Landkreis Verden.</span></em></strong></span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-family:verdana, geneva;font-size:small;">Seinen ursprünglichen Namen verdankt das Kapitelhaus dem Verdener Domkapitel (die „Kapitel“ großer Kirchen entsprachen einer Mischung aus Kirchenvorstand und Aufsichtsrat), welches das Haus direkt neben der Wittloher Kirche, etwa im 12. Jahrhundert, errichten ließ.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-family:verdana, geneva;font-size:small;"> <span style="line-height:1.3em;">Der erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem <strong>13. Jahrhundert.</strong> Für den hiesigen Teil des Verdener Umlandes diente er als Verwaltungszentrum. Dort tagte das <strong>Strukturgericht</strong></span><span style="line-height:1.3em;">, auch </span><span style="line-height:1.3em;">der „Zehnte“ wurde dort eingesammelt.</span><span style="line-height:1.3em;"><span style="line-height:1.3em;"> </span></span></span></p>
<br /><br /><p style="text-align:justify;"><span style="font-family:verdana, geneva;font-size:small;">Vielfach war die Nutzung des Gebäudes in den Jahrhunderten nach der Reformation. Noch gut 2 Jahrhunderte wurde hier <strong>Gericht gehalten</strong>, <a href="images/Vorstand/06_Ostansicht%20Capitelhaus%20Wittlohe.jpg" rel=""><img border="0" width="255" height="257" style="float:right;margin:6px;" alt="06_Ostansicht%20Capitelhaus%20Wittlohe.jpg" data-src="/uploads/news/images/Vorstand/06_Ostansicht%20Capitelhaus%20Wittlohe.jpg" src="https://www.kirchengemeinde-wittlohe.de/applications/core/interface/js/spacer.png" /></a>aber schon die ältesten im Pfarrarchiv Wittlohe vorhandenen Urkunden zum „Backhaus“ sind Rechnungen über Renovierungen und Umbauten.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-family:verdana, geneva;font-size:small;">Mal diente das Gebäude als Lager, als Jugendherberge, als Unterkunft für Kriegsgefangene und Flüchtlinge, sowie als Wasch- und Backhaus. Ein (zwischenzeitlich zugeschütteter) Keller diente als<strong> Gefängnis</strong>.<a href="images/Kapitelhaus%203.jpg" rel=""><img border="0" width="149" height="216" style="float:left;margin:6px;" alt="Kapitelhaus%203.jpg" data-src="/uploads/news/images/Kapitelhaus%203.jpg" src="https://www.kirchengemeinde-wittlohe.de/applications/core/interface/js/spacer.png" /></a> Das Kapitelhaus auch Backhaus genannt, wird im Kirchenvorstandsprotokoll vom 03.06.1966 erwähnt und zwar soll es zum wiederholten Male zur Sprache gekommen sein. Im Einvernehmen mit dem Landeskonservator, soll es wegen <strong>starker Baufälligkeit abgebrochen werden</strong>, nachdem es mehrfach vermessen, fotografiert und gezeichnet wurde. Dabei sollen die anfallenden Steine (Klosterformat), verkauft und der eingemauerte Hanstein mit dem <strong>Wappen derer von Mandelsloh </strong>(Foto links), wieder an einer würdigen Stelle angebracht werden.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-family:verdana, geneva;font-size:small;">1970 wurde der Abriss erwogen, zu dem es aber nicht kam. Seit 1983 bemühte sich der Kirchenvorstand um die Renovierung des historischen Gebäudes.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-family:verdana, geneva;font-size:small;"><a href="images/Vorstand/04_Sdansicht%20Capitelhaus%20Wittlohe.jpg" rel=""><img border="0" width="417" height="328" style="margin:6px;float:right;" alt="04_Sdansicht%20Capitelhaus%20Wittlohe.jpg" data-src="/uploads/news/images/Vorstand/04_Sdansicht%20Capitelhaus%20Wittlohe.jpg" src="https://www.kirchengemeinde-wittlohe.de/applications/core/interface/js/spacer.png" /></a>Als besonderen Glücksfall bezeichnete Pastor Dohrmann auch die Betreuung des <strong>Architekten Dreischhoff</strong>, der die Bauarbeiten leistete.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-family:verdana, geneva;font-size:small;">Mit öffentlichen Zuschüssen des Landkreises, der Gemeinde, mit Kirchgeldern, zahlreichen Spenden sowie durch die vielen freiwilligen Arbeitseinsätze der Gemeindeglieder konnte das älteste profane Gebäude <strong>für <span style="color:#006600;">260.000,- Mark</span> völlig saniert</strong> werden. Im <strong>September 1989</strong> wurde das Gebäude eingeweiht und dient seitdem als zusätzlicher Gemeinderaum, besonders für die Konfirmanden- und Vorstandsarbeit.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-family:verdana, geneva;font-size:small;"> </span></p>
]]></description><guid isPermaLink="false">118</guid><pubDate>Wed, 24 Oct 2012 10:22:15 +0000</pubDate></item><item><title>St.-Jakobi-Kirche zu Wittlohe</title><link>https://www.kirchengemeinde-wittlohe.de/news/chronik/st-jakobi-kirche-zu-wittlohe-r117/</link><description><![CDATA[
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;"><a href="images/KreiseundGruppenSymb/Eingangstur.jpg" rel=""><img border="0" width="152" height="225" style="float:left;margin:1px 10px;" alt="Eingangstur.jpg" data-src="/uploads/news/images/KreiseundGruppenSymb/Eingangstur.jpg" src="https://www.kirchengemeinde-wittlohe.de/applications/core/interface/js/spacer.png" /></a>Jedes Jahr in der Zeit vom <strong>1. Mai bis zum 3. Oktober</strong> öffnen wir unsere Kirchentür von 9.00 – 18.00 Uhr. Gäste sind in dieser Zeit zum Verweilen und Besichtigen herzlich eingeladen. Nehmen Sie sich Zeit zum Schauen, zum Nachdenken und zur Andacht.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;"><strong>Treten Sie ein, in unsere schöne <a href="images/Gallerie/23.5.2014%20%20040.JPG" rel="">St. Jakobi-Kirche!</a></strong></span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;"><a href="images/KreiseundGruppenSymb/St.%20Jakobi%20Kirche.jpg" rel=""><img border="0" width="299" height="220" style="margin-left:10px;margin-right:10px;float:right;" alt="St.%20Jakobi%20Kirche.jpg" data-src="/uploads/news/images/KreiseundGruppenSymb/St.%20Jakobi%20Kirche.jpg" src="https://www.kirchengemeinde-wittlohe.de/applications/core/interface/js/spacer.png" /></a>Unsere Kirche wurde in den Jahren 1893 bis 1894 auf dem geräumten Platz der alten Hofstelle von Tietje erbaut. Am 12. August 1894 fand die Einweihung statt. Zu diesem Zeitpunkt standen zwei Kirchen in Wittlohe. 1908 wurde das alte Kirchenschiff abgerissen. Der alte Kirchturm blieb jedoch bis 1928 bestehen. An der Stelle des alten Turmes liegt heute ein Findling mit der Inschrift: „Hier stand unsere alte Kirche – etwa 1320 bis 1928“. Da die alte Glocke 1942 für Rüstungszwecke beschlagnahmt worden war, fand 1954 die Einweihung von drei neuen Glocken statt.</span><span style="line-height:1.3em;"> </span></p>
<br /><br /><p style="text-align:justify;"> <span style="font-size:small;"><a href="images/KreiseundGruppenSymb/Kreuzigungsdarstellung%20%20von%20Hedwitg%20Muffelmann.jpg" rel=""><img border="0" width="135" height="238" style="margin-left:10px;margin-right:10px;float:left;" alt="Kreuzigungsdarstellung%20%20von%20Hedwitg%20Muffelmann.jpg" data-src="/uploads/news/images/KreiseundGruppenSymb/Kreuzigungsdarstellung%20%20von%20Hedwitg%20Muffelmann.jpg" src="https://www.kirchengemeinde-wittlohe.de/applications/core/interface/js/spacer.png" /></a><a href="images/KreiseundGruppenSymb/Kanzel%20.jpg" rel=""><img border="0" width="153" height="305" style="margin-left:10px;margin-right:10px;float:right;" alt="Kanzel%20.jpg" data-src="/uploads/news/images/KreiseundGruppenSymb/Kanzel%20.jpg" src="https://www.kirchengemeinde-wittlohe.de/applications/core/interface/js/spacer.png" /></a>1985 wurde unsere Kirche, mit sehr viel Eigenarbeit umfassend von außen und innen renoviert. Die Orgel wurde im Jahre 1994 renoviert.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Im Jahre 2003 wurde der Originalzustand des  Altars aus dem Jahre 1894 wieder hergestellt. </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Zuvor wurde der <strong>Altar</strong> durch das Gemälde der Kreuzigungsdarstellung von <strong>Hedwig Müffelmann</strong> (geb. 9.3.1855 in Otersen) geprägt. Dieses Gemälde hängt seitdem rechts im Altarraum. Es zeigt nicht einen gequälten, sondern einen schon fast triumphierenden, erlösten Christus: Sein Gesicht ist gen Himmel gerichtet und erleuchtet. Nach der Restauration im Jahre 2003 erstrahlt das Gemälde sowie der Altar wieder im vollen Glanz.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Die <strong>Kanzel</strong> entspricht im Stil dem Altar, die gewundene Treppe ziert ein neugotisches Türmchen. An der Kanzel sind vier Evangelisten mit ihren Symbolfiguren zu sehen: Matthäus mit dem Engel, Markus mit dem Löwen, Lukas mit dem Stier und Johannes mit dem Adler.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;"><a href="images/KreiseundGruppenSymb/Wandmalereien.jpg" rel=""><img border="0" width="148" height="194" style="margin-left:10px;margin-right:10px;float:left;" alt="Wandmalereien.jpg" data-src="/uploads/news/images/KreiseundGruppenSymb/Wandmalereien.jpg" src="https://www.kirchengemeinde-wittlohe.de/applications/core/interface/js/spacer.png" /></a>An der Stirnseite der Empore sind von oben links bis nach oben rechts <strong>Wandmalereien,</strong> die die Heilsgeschichte Gottes mit Jesus Christus aufzeichnen: Der Davidsstern symbolisiert die Erwählung Israels und Jesu Herkunft. Darunter ist die Krippe, das Abendmahl, die Kreuzigung. Weiter geht es auf der rechten <a href="images/KreiseundGruppenSymb/Fensterbild%20.jpg" rel=""><strong><img border="0" width="186" height="162" style="margin:7px 10px;float:right;" alt="Fensterbild%20.jpg" data-src="/uploads/news/images/KreiseundGruppenSymb/Fensterbild%20.jpg" src="https://www.kirchengemeinde-wittlohe.de/applications/core/interface/js/spacer.png" /></strong></a>Seite unten: Die weggeschobene Grabplatte versinnbildlicht die Auferstehung Christi. In der Mitte dann die Himmelfahrt und oben die Darstellung des Pfingstfestes mit den Feuerzungen und der Taube, dem Symbol des Heiligen Geistes.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Das große <strong>Südfenster</strong> enthält die Darstellung des Pelikans. Laut der Legende opfert die Pelikanmutter ihr eigenes Fleisch, um ihre Jungen zu retten und ist damit ein Sinnbild für den Opfertod Christi.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;"><a href="images/KreiseundGruppenSymb/Orgel%20.jpg" rel=""><img border="0" width="228" height="284" style="margin-left:10px;margin-right:10px;float:left;" alt="Orgel%20.jpg" data-src="/uploads/news/images/KreiseundGruppenSymb/Orgel%20.jpg" src="https://www.kirchengemeinde-wittlohe.de/applications/core/interface/js/spacer.png" /></a>Auf der westlichen Empore unter dem Turm ist die <strong>Orgel</strong> untergebracht. Sie wurde gebaut von der Firma Furtwängler und Hammer. In Gehäuse und Prospekt ist sie im neugotischen Stil gehalten.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;"><a href="images/Vorstand/Wilhelm%20Timme.jpg" rel=""><img border="0" width="117" height="157" style="margin-left:10px;margin-right:10px;float:right;" alt="Wilhelm%20Timme.jpg" data-src="/uploads/news/images/Vorstand/Wilhelm%20Timme.jpg" src="https://www.kirchengemeinde-wittlohe.de/applications/core/interface/js/spacer.png" /></a>So ergibt die St. Jakobi Kirche Wittlohe in ihrer äußeren und inneren Gestaltung ein Bild vollkommener stilistischer Harmonie.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Im Kircheninneren rechts vom Eingang hängen die Porträts der Pastoren, die seit 1894 in der neuen Kirche die Geschicke der Wittloher Kirchengemeinde geleitet haben. <strong>Seit 2011 ist der Pastor Wilhelm Timme im Wittloher Dienst.</strong></span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Auf der linken Seite sind Fotos, die die alte und neue Kirche zeigen (siehe alte Fotos Wittlohe). Ein Foto zeigt die neue Kirche mit dem alten Turm. Ferner wird ein Porträt der Malerin der Kreuzigungsdarstellung, Hedwig Müffelmann gezeigt.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;"><a href="images/KreiseundGruppenSymb/Schutzheilige.jpg" rel=""><img border="0" width="191" height="132" style="margin-left:10px;margin-right:10px;float:right;" alt="Schutzheilige.jpg" data-src="/uploads/news/images/KreiseundGruppenSymb/Schutzheilige.jpg" src="https://www.kirchengemeinde-wittlohe.de/applications/core/interface/js/spacer.png" /></a>In den Jahren 1990 – 2005 hatte die Kirchengemeinde Wittlohe eine Partnerschaft mit der St. Tychon Gemeinde in Klinn/Russland (ca. 100 km von Moskau entfernt) und hat mit Rat und Tat viel zum Wiederaufbau des <a href="images/KreiseundGruppenSymb/Kirchenbuch.jpg" rel=""><img border="0" width="137" height="188" style="margin:7px 10px;float:left;" alt="Kirchenbuch.jpg" data-src="/uploads/news/images/KreiseundGruppenSymb/Kirchenbuch.jpg" src="https://www.kirchengemeinde-wittlohe.de/applications/core/interface/js/spacer.png" /></a>dortigen Kirchwesens beigetragen. <span style="color:#006600;"><strong>Aus Dankbarkeit schenkte die St. Tychon Gemeinde der Wittloher Kirche die beiden Kronleuchter</strong></span>. Auch die beiden Ikonen an der Wand unter der linken Empore (Blickrichtung Altar) sind ein Geschenk. Sie stellen die beiden <strong>Schutzheiligen der Kirchengemeinde dar: St. Tychon und St. Jakobus.</strong></span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Seit 1997 unterhält die Kirchengemeinde eine weitere <strong>Partnerschaft</strong> mit der Kirchengemeinde<a href="index.php/partnerschaften" rel=""> <strong>Nqutu in Südafrika</strong></a>. Auch davon finden sich sichtbare Spuren vorne im Turmraum und im Gemeindehaus der Kirchengemeinde.</span></p>
<p style="text-align:center;"><span style="font-size:small;"><strong> </strong><span style="font-size:medium;"><strong>Außenansicht der St.-Jakobi-Kirche zu Wittlohe</strong></span> <br /></span></p>
<p><a href="images/Gallerie/23.5.2014%20%20040.JPG" rel=""><span style="font-size:small;"><img border="0" width="261" height="348" style="margin-left:auto;margin-right:auto;" alt="23.5.2014%20%20040.JPG" data-src="/uploads/news/images/Gallerie/23.5.2014%20%20040.JPG" src="https://www.kirchengemeinde-wittlohe.de/applications/core/interface/js/spacer.png" /></span></a></p>
<p style="text-align:left;" align="center"><span style="font-size:small;line-height:1.3em;"> </span></p>
]]></description><guid isPermaLink="false">117</guid><pubDate>Mon, 06 Aug 2012 18:10:15 +0000</pubDate></item><item><title>Geschichte der Kirchenbauten in der Kirchengemeinde Wittlohe</title><link>https://www.kirchengemeinde-wittlohe.de/news/chronik/geschichte-der-kirchenbauten-in-der-kirchengemeinde-wittlohe-r116/</link><description><![CDATA[
<p><span style="font-size:small;">Anfang des 13. Jahrhunderts war die <strong>„Villa Wittenloge“</strong> ein Lehen des Bremer Erzbischofs in Besitz der Edlen von Hillingesvelt. Als im Jahre <strong>1231</strong> Heinricus von Hillingesvelt verstarb, verzichteten seine Erben auf ihr Lehnsrecht mit der Bitte, es dem Verdener Domkapitel zu schenken. Seitdem war ein <strong>Verdener Domherr für die Villa Wittenloge mit dem Mühlort Stemmen</strong> und seinen Bewohnern zuständig.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">In alten Akten steht: <em>„Die Kirche zue Wittelohe ist von einem Grafen zue Wittelohe fundiret in die ehre Sancti Gangolphi.“</em></span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Sie wurde bereits vor 1231 im romanischen Stil als Eigenkirche erbaut. 1523 wurde die kleine Backsteinkirche von dem Verdener Domherrn Heinen von Mandelsloh im gotischen Stil erweitert und 1523 „durch fratem Christopherum, Bischofen zue Costnitz (Konstanz) und suffraganeum der stifte Brehmen und Verden in die Ehre Gangolphi und Jacobi <strong>am Tage</strong></span></p>
<br><br><p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;"><strong> Jacobi des großen </strong><em>(25. Juli)</em> solenniter consecrirt (feierlich geweiht)“.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Von dieser Zeit an gehört die „Villa Wittenloge“ zum Domkapitel von Verden. Dies war nur möglich, weil der Erzbischof von Bremen, Gerhard von Bremen, auf sein Lehenrecht an diesem Dorf und der Kirche verzichtet hat.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Aus Überlieferungen wird berichtet, dass die Kirche von Rethemer Burgmännern erbaut worden sein soll. Zu denen gehörte auch der <em>von Behr aus Klein Häuslingen</em>, der sowohl eigene Kirchenstühle sowie Begräbnisplätze hatte.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;"><img border="0" width="253" height="160" style="float:left;margin-left:6px;margin-right:6px;" alt="kirche1.JPG" data-src="/uploads/news/images/kirche1.JPG" src="https://www.kirchengemeinde-wittlohe.de/applications/core/interface/js/spacer.png">Das Domkapitel in Verden ließ hier ab 1531 von Vikaren Gottesdienste halten. Feste Prediger gab es seit der Reformation, die ca. 1567 hier eingeführt wurde. Durch den 30-jährigen Krieg hat auch die Kirche erhebliche Einbußen erlitten.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Die Wittloher Kirchengemeinde mit den Ortschaften Wittlohe, Stemmen, Otersen und Klein-Häuslingen war man klein, doch recht vermögend. Sie nahm sich daher auch allgemeine Aufgaben an. Unter anderem unterhielt sie Küsterschulen, Feuerschutz usw.</span><span style="line-height:1.3em;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">1825 wurden 4 Anbauern von „Hinter den Brüchen“ und 1859 Neddenaverbergen und der Ortsteil Lehringen von der St. Andreaskirche in Verden dem Kirchspiel Wittlohe zugeordnet.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Durch diese vielen Zugänge wurde dann doch die alte Backsteinkirche zu klein. Nach langen Verhandlungen und reiflichen Überlegungen hat man sich zu einem Kirchenneubau entschlossen.<br><br></span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;color:#006600;"><strong>Das Grundstück der neuen Kirche</strong></span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Ein schwerer Sturm hatte 1871 viele Häuser und deren Dächer in Wittlohe zerstört, so auch das vom Halbmeier Hinrich Tietje. Da die Gebäude auch wohl nicht mehr so gut waren, entschloss sich Tietje eine neue Hofstelle außerhalb des Dorfes aufzubauen. Die damalige Hofstelle von Tietje war dort, wo jetzt die neue Kirche steht und hatte eine Größe von 4800 qm. Darauf standen ein großes Wohnhaus, ein kleines Nebenhaus und ein Backhaus.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Am 1. Januar 1878 wurde dieses Areal für 6000 Mark von der Kirche erworben. Damit hatte man nun Platz für den geplanten Kirchenneubau. Das Nebenhaus wurde noch etliche Jahre als Wohnung verpachtet.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;color:#3366ff;"><strong><img border="0" width="377" height="219" style="float:right;margin-left:6px;margin-right:6px;" alt="Kirchenskizze.jpg" data-src="/uploads/news/images/Kirchenskizze.jpg" src="https://www.kirchengemeinde-wittlohe.de/applications/core/interface/js/spacer.png"><span style="color:#006600;">Kirchenneubau 1893 bis 1894</span></strong></span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">1891 hatte der Kirchenvorstand zu Wittlohe, an der Spitze Pastor Groschupf die Absicht gefasst, eine neue Kirche zu bauen. Durch die Einpfarrung von Neddenaverbergen war die Seelenzahl der Gemeinde um das Doppelte gewachsen. Dadurch war das alte Gotteshaus zu klein geworden.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;"><img border="0" width="124" height="194" style="margin-left:6px;margin-right:6px;float:left;" alt="Grundriss%20Kirche.jpg" data-src="/uploads/news/images/Grundriss%20Kirche.jpg" src="https://www.kirchengemeinde-wittlohe.de/applications/core/interface/js/spacer.png">Für den Neubau der Kirche war bei der Kapital-Ansammlungsanstalt für Kirchen- und Schulzwecke in Hannover ein Baufonds angesammelt worden. Jedoch dürfte der angesammelte Betrag wohl kaum ausgereicht haben.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Die Grundsteinlegung erfolgte am 25. Juni 1893 in Anwesenheit von Landrat Dr. Seifert und Superintendent Dieckmann aus Verden, nach einer Kirchenvisitation.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Der Neubau erfolgte nach Entwürfen (Skizzen) des Architekten Börgemann aus Hannover. Die Bauleitung wurde dem Architekten Siegert übertragen. Der Bau wurde an den Generalunternehmer Zimmermeister Jacob Hellwinkel aus Otersen vergeben. Er ließ folgende Arbeiten von weiteren Handwerksbetrieben ausführen. <br></span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;"> </span></p>
<div style="text-align:justify;" align="center"><table style="width:680px;height:1027px;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Zimmerarbeiten</span></p></td>
<td valign="top"><p><span style="font-size:small;">J. Hellwinkel, Otersen</span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Maurerarbeiten</span></p></td>
<td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Wolters, Verden</span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Dachdeckerarbeiten</span></p></td>
<td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Püllmann, Verden</span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Schlosser- u. Schmiedearbeiten …..</span></p></td>
<td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Bode, Verden</span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Klempnerarbeiten</span></p></td>
<td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Bode, Verden</span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Tischlerarbeiten</span></p></td>
<td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Gebrüder Holze, Otersen</span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Glaserarbeiten</span></p></td>
<td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Hennings, Hannover</span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Malerarbeiten</span></p></td>
<td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Schmidt und Braun, Westen</span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;"> </span></p></td>
<td valign="top"><p><span style="font-size:small;"> </span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Für diese Arbeiten erhielt der Generalunternehmer</span></p></td>
<td valign="top">
<p align="right"><span style="font-size:small;"> </span></p>
<p align="right"><span style="font-size:small;"><strong>60.147,87 Mark</strong></span></p>
</td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;"> </span></p></td>
<td valign="top"><p><span style="font-size:small;"> </span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;"><strong>Die weiteren Kosten:</strong></span></p></td>
<td valign="top"><p><span style="font-size:small;"> </span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Planung:</span></p></td>
<td valign="top"><p><span style="font-size:small;"> </span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Architekt Börgemann, Hannover</span></p></td>
<td valign="top"><p align="right"><span style="font-size:small;">4.000,- Mark</span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Bauleitung: Architekt Siegert, Hannover</span></p></td>
<td valign="top"><p align="right"><span style="font-size:small;">1.735,35 Mark</span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;"><strong>Tischlermeister Keitel, Hannover:</strong></span></p></td>
<td valign="top"><p align="right"><span style="font-size:small;"> </span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Altar</span></p></td>
<td valign="top"><p align="right"><span style="font-size:small;">1.600,- Mark</span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Kanzel</span></p></td>
<td valign="top"><p align="right"><span style="font-size:small;">750,- Mark</span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Lesepult</span></p></td>
<td valign="top"><p align="right"><span style="font-size:small;">40,- Mark</span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Ausstattung Sakristei</span></p></td>
<td valign="top"><p align="right"><span style="font-size:small;">62,- Mark</span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Vier Nummern-Tafeln</span></p></td>
<td valign="top"><p align="right"><span style="font-size:small;">80,- Mark</span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;"><strong>Bildhauer Massler, Hannover:</strong></span></p></td>
<td valign="top"><p align="right"><span style="font-size:small;"> </span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Taufstein</span></p></td>
<td valign="top"><p align="right"><span style="font-size:small;">70,- Mark</span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;"><strong>Schlossermeister Küsel, Hemelingen:</strong></span></p></td>
<td valign="top"><p align="right"><span style="font-size:small;"> </span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Eiserner Glockenstuhl im Turm</span></p></td>
<td valign="top"><p align="right"><span style="font-size:small;">569,45 Mark</span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;"><strong>Beyer, Hildesheim:</strong></span></p></td>
<td valign="top"><p align="right"><span style="font-size:small;"> </span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Turmuhr mit 4 Zifferblättern und selbstständigem Betglockenwerk</span></p></td>
<td valign="top">
<p align="right"><span style="font-size:small;"> </span></p>
<p align="right"><span style="font-size:small;">1.494,- Mark</span></p>
</td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;"><strong>Winter, Hannover und Pokrantz, Hamburg:</strong></span></p></td>
<td valign="top"><p align="right"><span style="font-size:small;"> </span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Ofen mit Zubehör</span></p></td>
<td valign="top"><p align="right"><span style="font-size:small;">344,- Mark</span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;"><strong>Schlossermeister Paulmann, Hannover:</strong></span></p></td>
<td valign="top"><p align="right"><span style="font-size:small;"> </span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Opferstock und 5 Opferbüchsen</span></p></td>
<td valign="top"><p align="right"><span style="font-size:small;">110,- Mark</span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;"><strong>Furtwängler und Hammer, Hannover:</strong></span></p></td>
<td valign="top"><p align="right"><span style="font-size:small;"> </span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Orgel mit 17 klingenden Registern</span></p></td>
<td valign="top"><p align="right"><span style="font-size:small;">5.275,- Mark</span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;"><strong>Tischlermeister Keitel, Hannover:</strong></span></p></td>
<td valign="top"><p align="right"><span style="font-size:small;"> </span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Orgelvorbau</span></p></td>
<td valign="top"><p align="right"><span style="font-size:small;">1.000,- Mark</span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Stoffregen, Hannover</span></p></td>
<td valign="top"><p align="right"><span style="font-size:small;"> </span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p><span style="font-size:small;">Kanzel- und Pulthänge</span></p></td>
<td valign="top"><p align="right"><span style="font-size:small;">60,- Mark</span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p align="right"><span style="font-size:small;">  </span></p></td>
<td valign="top"><p align="right"><span style="font-size:small;"> </span></p></td>
</tr><tr><td valign="top"><p align="right"><span style="font-size:small;color:#006600;"><strong>Summe</strong></span></p></td>
<td valign="top"><p align="right"><span style="font-size:small;color:#006600;"><strong>77.337,67 Mark</strong></span></p></td>
</tr></tbody></table></div>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Die neue Kirche ist ein Kreuzbau im gotischen Stil. Sie ist massiv gebaut, gewölbt und mit Schiefer gedeckt. Im Inneren der Kirche befindet sich im Osten der Chor mit dem Altar. Südlich neben dem Chor ist die Sakristei mit vier Fenstern. Die Sakristei ist mit einem Tisch, zwei Stühlen und einem kleinen Ofen ausgestattet. Neben der Sakristei befindet sich eine kleine Kammer zur Aufbewahrung der vasa saera.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Der Altar ist aus Holz gebaut. Über dem Tisch sind vier Bilder: Abel, Melchisedek, Isaak und Aaron dargestellt. Über diesen vier Bildnissen sind links und rechts je ein Bild von Moses und Christus. Ein großes Altarbild zeigt die Kreuzigung Christi.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Die Kanzel ist aus Holz gefertigt und im nordöstlichen Eck des Schiffes der Kirche. An der Kanzel sind die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes abgebildet.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Die Zuhörerräume sind im südlichen und nördlichen Schiff im südlichen und nördlichen Kreuz, auf der südlichen und nördlichen Empore und auf dem Orgelboden. Diese Räume sind mit bequemen Sitzbänken, die Empore außerdem mit einem eisernen Brüstungsgitter versehen. Früher fanden bis zu 500 Kirchenbesucher in der Kirche Platz, jedoch wurde ein Teil der Bänke entfernt, u.a. auf der südlichen Empore, dort wurde Platz für den Posaunenchor geschaffen.</span></p>
<p style="text-align:justify;" align="center"><span style="font-size:small;"><em><img border="0" width="329" height="232" style="float:left;margin-left:6px;margin-right:6px;" alt="kirche2.JPG" data-src="/uploads/news/images/kirche2.JPG" src="https://www.kirchengemeinde-wittlohe.de/applications/core/interface/js/spacer.png"></em>Die Fenster in der Kirche sind aus Kathedralglas hergestellt. Reicher ausgeschmückt sind das mittlere Chorfenster und das südliche Querhausfenster. Die Ausschmückung wurde durch Schenkung ermöglicht. Die Kosten der Ausschmückung zahlten verschiedene Anbauer aus Wittlohe, Otersen, Ludwigslust, deren Namen im mittleren Chorfenster zu lesen sind. Die Ausschmückung des südlichen Querhausfensters wurde von Herrn Baron von Behr aus Klein-Häuslingen durch Stiftung finanziert. Die Orgel steht am Westende der Kirche. </span></p>
<p style="text-align:justify;" align="center"><span style="font-size:small;"><em>Das Bild zeigt beide Kirchen, links die ursprüngliche, rechts die 1894 neu erstellte Kirche zu Wittlohe. </em></span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;"><img border="0" width="142" height="173" style="float:right;margin-left:6px;margin-right:6px;" alt="005.jpg" data-src="/uploads/news/images/Gallerie/005.jpg" src="https://www.kirchengemeinde-wittlohe.de/applications/core/interface/js/spacer.png">Bis 1908 standen dann noch beide Kirchen nebeneinander. Man war immer noch bemüht, die alte Kirche zu erhalten, aber es wurden hierfür keine Landesmittel zur Verfügung gestellt. Im Frühjahr 1908 wurde dann das alte Kirchenschiff mit Anbauten abgebrochen.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Der Turm der alten Kirche blieb dann noch fast 20 Jahre stehen und man war bemüht, dieses Bauteil der Nachwelt zu erhalten. Da aber auch hierfür keine Mittel zur Erhaltung gewährt wurden, hat man den Turm im Winter 1927/1928 niedergelegt.</span></p>
<p style="text-align:justify;" align="center"><span style="font-size:small;"><img border="0" width="367" height="291" style="float:left;margin-left:6px;margin-right:6px;" alt="Findling%20alte%20Kirche.jpg" data-src="/uploads/news/images/Gallerie/Findling%20alte%20Kirche.jpg" src="https://www.kirchengemeinde-wittlohe.de/applications/core/interface/js/spacer.png">An den Standort der alten Kirche erinnert jetzt noch ein großer Findling auf dem Friedhof mit der Inschrift: <em>„Hier stand unsere alte Kirche von etwa 1250 – 1928“</em></span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Seit dem Jahr 1973 gehören in Folge einer kirchlichen Strukturreform die Dörfer Luttum, Hohenaverbergen und Armsen zur Kirchengemeinde Wittlohe. Bis dahin wurden diese Dörfer von St. Andreas in Verden mitversorgt.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:small;">Heute stellen die Einwohner dieser Dörfer ca. 2/3 der Gemeindeglieder der St.-Jakobi-Gemeinde (2.875 Stand: 2011).</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:small;">Aufgrund der großen Flächenausweitung der Kirchengemeinde wird der Gottesdienst an wechselnden Gottesdienstorten abgehalten: 14-tägig in der Kirche zu Wittlohe, an den anderen Sonntagen im Wechsel in den Kapellen in Luttum, Hohen, Armsen und Nedden.</span> <br></span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:small;"><a href="http://www.museum-nienburg.de/internet/page.php?typ=2&amp;site=84" rel="external nofollow">Weitere Informationen finden sie hier.</a><br></span></span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:medium;"> </span></p>
]]></description><guid isPermaLink="false">116</guid><pubDate>Tue, 26 Jun 2012 10:05:41 +0000</pubDate></item><item><title>Meierbriefe im Archiv der Kirchengemeinde Wittlohe</title><link>https://www.kirchengemeinde-wittlohe.de/news/chronik/meierbriefe-im-archiv-der-kirchengemeinde-wittlohe-r120/</link><description><![CDATA[
<p style="text-align:justify;"><span style="line-height:1.3em;">Die Kirchengemeinde Wittlohe hütet in ihrem Archiv im Gemeindebüro im Pastorenhaus viele historische Akten aus der Zeit ab 1743. Im großen Brand 1742 in Wittlohe sind die Akten aus der Zeit davor leider verbrannt.</span><br>In einem Findbuch (Suchregister) kann man über den Inhalt des Archivs informieren.<br>Bei meinen familiengeschichtlichen Nachforschungen habe ich die 75 Meierbriefe von 1758 (1711) bis 1887 (zu finden unter der Signatur A 431 I und A 431 II) durchgesehen.</p>
<br><br><p style="text-align:justify;"><br>Die wichtigsten Daten habe ich in eine Access-Tabelle eingegeben. Die Datenblätter der Meierbriefe kann man im Internet unter dem folgendem Link zum herunterladen <br><span><a href="http://www.genealogy.net/vereine/maus/datenbanken/Wittlohe-Kirchenarchiv_75_Meierbriefe_1721-1887.zip" rel="external nofollow">http://www.genealogy.net/vereine/maus/datenbanken/Wittlohe-Kirchenarchiv_75_Meierbriefe_1721-1887.zip</a></span> <br>Nach Öffnen der Zip-Datei mit einem Doppelklick sind dann unter der Hauptansicht &gt; "Meierbriefe" &gt; "Datensatz bearbeiten" die Datenblätter über die Meierbriefe einzusehen.<br>Die Bauern in unserer Gegend sind seit altersher nur Besitzer des Allodiums, das ist das bewegliche Gut (Vieh und Hausrat) und der Gebäude gewesen, während der Grund und Boden dem Meierherrn gehört wie hier bei uns in der Gegend der Kirche in Wittlohe, den von Behrs in Häuslingen oder der Struktur in Verden. Mit diesen Ländereien wurde jedes Mal der Sohn bzw. Schwiegersohn bemeiert von den Meierherren. Hierüber wurde eine Urkunde, der Meierbrief ausgestellt, der als sehr wichtige Besitzurkunde auf den Höfen z.T. bis heute noch aufbewahrt wird.<br>Aus diesen Meierbriefen können sich für Ahnenforscher wichtige Nachrichten über Vorfahren ergeben, die die nüchternen Daten aus den Kirchenbüchern lebendiger werden lassen.<br>Es wird in Wittlohe unterschieden zwischen den 10 Pfarrmeiern in Wittlohe, Otersen, Stemmen und 1 Meier (Hof Nr.7) in Hohenaverbergen , die ihre Abgaben dem Pastoren geben mußten und zum Lebensunterhalt des Pfarrers gedacht waren sowie den 3 Kirchenmeiern in Wittlohe und Otersen, deren Abgaben der Kirchengemeinde zum Unterhalt der Gebäude zugute kamen sowie den 2 Pfarrwitwenmeiern in Wittlohe, die ihre Abgaben an die Witwe des vorigen Pfarrer abzuliefern hatten. Die anderen Bauern in unseren Dörfern waren meierpflichtig an die von Behrs oder an die Struktur in Verden.<br>Es wurden auch einzelne Parzellen meierrechtlich an Bauern abgegeben, die anderen Grundherren meierrechtlich verpflichtet waren. So wurden z.B. 1786 die Halbmeier Bäßmann Otersen Nr.13 und Marquardt Otersen Nr.14 mit der sogenannten Weinwiese in der Otser Marsch bemeiert. Ihre Höfe waren meierrechtlich der Struktur in Verden pflichtig.<br>Die Meierbriefe der Höfe, die der Structur in Verden pflichtig waren, lagern im Kreisarchiv in Verden.<br>Wer Freude an der Ahnenforschung hat, kann aus den Verträgen ein lebendiges Bild über die Zeitumstände seiner Vorfahren gewinnen.</p>
<p style="text-align:right;">- von Dr. Klaus Tietje -</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">120</guid><pubDate>Tue, 26 Jun 2012 10:03:16 +0000</pubDate></item><item><title>Meierbriefe im Archiv der Kirchengemeinde Wittlohe</title><link>https://www.kirchengemeinde-wittlohe.de/news/chronik/meierbriefe-im-archiv-der-kirchengemeinde-wittlohe-r121/</link><description><![CDATA[
<p style="text-align:justify;">von Dr. Klaus Tietje<br>Die Kirchengemeinde Wittlohe hütet in ihrem Archiv im Gemeindebüro im Pastorenhaus viele historische Akten aus der Zeit ab 1743. Im großen Brand 1742 in Wittlohe sind die Akten aus der Zeit davor leider verbrannt.<br>In einem Findbuch (Suchregister) kann man über den Inhalt des Archivs informieren.<br>Bei meinen familiengeschichtlichen Nachforschungen habe ich die 75 Meierbriefe von 1758 (1711) bis 1887 (zu finden unter der Signatur A 431 I und A 431 II) durchgesehen.<br>Die wichtigsten Daten habe ich in eine Access-Tabelle eingegeben. Die Datenblätter der Meierbriefe kann man im Internet unter dem folgendem Link zum herunterladen<br> <br><span><a href="http://www.genealogy.net/vereine/maus/datenbanken/Wittlohe-Kirchenarchiv_75_Meierbriefe_1721-1887.zip" rel="external nofollow">http://www.genealogy.net/vereine/maus/datenbanken/Wittlohe-Kirchenarchiv_75_Meierbriefe_1721-1887.zip</a></span><br> <br>Nach Öffnen der Zip-Datei mit einem Doppelklick sind dann unter der Hauptansicht &gt; "Meierbriefe" &gt; "Datensatz bearbeiten" die Datenblätter über die Meierbriefe einzusehen.<br>Die Bauern in unserer Gegend sind seit altersher nur Besitzer des Allodiums, das ist das bewegliche Gut (Vieh und Hausrat) und der Gebäude gewesen, während der Grund und Boden dem Meierherrn gehört wie hier bei uns in der Gegend der Kirche in Wittlohe, den von Behrs in Häuslingen oder der Struktur in Verden. Mit diesen Ländereien wurde jedes Mal der Sohn bzw. Schwiegersohn bemeiert von den Meierherren. Hierüber wurde eine Urkunde, der Meierbrief ausgestellt, der als sehr wichtige Besitzurkunde auf den Höfen z.T. bis heute noch aufbewahrt wird.<br>Aus diesen Meierbriefen können sich für Ahnenforscher wichtige Nachrichten über Vorfahren ergeben, die die nüchternen Daten aus den Kirchenbüchern lebendiger werden lassen.<br>Es wird in Wittlohe unterschieden zwischen den 10 Pfarrmeiern in Wittlohe, Otersen, Stemmen und 1 Meier (Hof Nr.7) in Hohenaverbergen , die ihre Abgaben dem Pastoren geben mußten und zum Lebensunterhalt des Pfarrers gedacht waren sowie den 3 Kirchenmeiern in Wittlohe und Otersen, deren Abgaben der Kirchengemeinde zum Unterhalt der Gebäude zugute kamen sowie den 2 Pfarrwitwenmeiern in Wittlohe, die ihre Abgaben an die Witwe des vorigen Pfarrer abzuliefern hatten. Die anderen Bauern in unseren Dörfern waren meierpflichtig an die von Behrs oder an die Struktur in Verden.<br>Es wurden auch einzelne Parzellen meierrechtlich an Bauern abgegeben, die anderen Grundherren meierrechtlich verpflichtet waren. So wurden z.B. 1786 die Halbmeier Bäßmann Otersen Nr.13 und Marquardt Otersen Nr.14 mit der sogenannten Weinwiese in der Otser Marsch bemeiert. Ihre Höfe waren meierrechtlich der Struktur in Verden pflichtig.<br><br>Die Meierbriefe der Höfe, die der Structur in Verden pflichtig waren, lagern im Kreisarchiv in Verden.<br>Wer Freude an der Ahnenforschung hat, kann aus den Verträgen ein lebendiges Bild über die Zeitumstände seiner Vorfahren gewinnen.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p> </p>
]]></description><guid isPermaLink="false">121</guid><pubDate>Tue, 26 Jun 2012 10:03:16 +0000</pubDate></item><item><title>80 Ehevertr&#xE4;ge im Archiv der Kirche in Wittlohe</title><link>https://www.kirchengemeinde-wittlohe.de/news/chronik/80-ehevertraege-im-archiv-der-kirche-in-wittlohe-r115/</link><description><![CDATA[
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;">Anfang des Jahres 2007 habe ich die im Archiv der Kirche in Wittlohe unter der Signatur A 347 befindlichen Eheverträge durchgesehen und in ein Microsoft Office Programm eingegeben.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;">Bei einigen Eheverträgen, die von der Norm etwas abwichen, habe ich eine Zusammenfassung des Vertrages in das Original eingelegt. Die Eheverträge waren seit langer Zeit üblich gewesen. In diesen wurde</span></p>
<br><br><p style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;">die Höhe der Mitgift, Regelungen bei Todesfall eines der zukünftigen Eheleute und auch oft der Altenteil der abgebenden Wirte geregelt. Diese Verträge mußten von dem Pastoren genehmigt werden. Denn diese hatten ein Interesse daran, dass der Hof nicht zu sehr mit hohen Mitgiften belastet wurde, um die Leistungsfähigkeit des Hofes nicht zu gefährden.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;">Zur Verabredung (Verhandlung über diese Eheverträge) kamen außer den Brautleuten und deren Eltern der Pastor sowie Nachbarn und Verwandte zusammen, diese unterschrieben dann auch den Vertrag. Damit waren die Brautleute verlobt. Unter den Eheverträgen befindet sich auch Schriftstücke über eine Eheabredung 1775 zwischen Anne Engel Storch Otersen Nr.11 und Harm Storch in Grafel. Die Eheschließung wurde von Verwandten hintertrieben und von Pastor Kemna verzögert. Dieses Geschehen habe ich im Heimatkalender 2008 des Kreis Verden ausführlich dargestellt.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;">Ich habe in den Zusammenfassungen nur die bar gezahlten Beträge der Mitgift oder des Brautschatzes aufgeführt, die weiteren Leistungen wie Vieh, Leinen, Getreide usw. habe ich nicht aufgelistet. Die Hausnummern, soweit ich diese aus anderen Quellen (vor allem entnommen aus den beiden Büchern von Otto Voigt: Bauernreihen im alten Amt Verden) ermitteln konnte, habe ich hinzugefügt.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;">Unter dem folgenden Link kann die Access Tabelle mit den Eheverträgen als Zip-Datei heruntergeladen werden: </span><span style="font-size:10pt;"><a href="http://www.genealogy.net/vereine/maus/datenbanken/Ehevertraege_Wittlohe_1745-1848.zip" rel="external nofollow">http://www.genealogy.net/vereine/maus/datenbanken/Ehevertraege_Wittlohe_1745-1848.zip</a></span><span style="font-size:10pt;line-height:1.3em;">Nach Öffnen der Zip-Datei sind dann unter der Hauptansicht &gt; "Eheverträge" &gt; "Datensatz bearbeiten" die Datenblätter über die Eheverträge einzusehen.</span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-size:10pt;line-height:1.3em;">- von Dr. Klaus Tietje -</span></p>
]]></description><guid isPermaLink="false">115</guid><pubDate>Tue, 26 Jun 2012 09:57:28 +0000</pubDate></item></channel></rss>
